Der letzte Teil der Saga des Unsinns!
Aber zurück zum Film. Ursprünglich sei Jesus die Sonnengottheit einer gnostisch-christlichen Sekte, eine rein mystische Figur. Sonnenkult und Gnosis? Da muss der Altertumsgeschichte aber glatt was entgangen sein.
M.W. gibt es keinen Zusammenhang, und wenn doch ist er weit weniger als nur unbedeutend. Außerhalb von esoterischen Webseiten lässt sich da nichts Verwertbares finden. Mal wieder eine Fata Morgana. Zur Gnosis an sich kann man viel sagen, viel spekulieren, viel hineingeheimsen, weil sie ein antiker Vorläufer von moderner Esoterik ist. In ihr wird viel in Bildern und Analogien gesprochen, in den meisten Systemen ist die himmlische Seele gefangen in einem irdischen Leib. Die sichtbare Welt ist von einem „Demiurgen„, einem nachgeordneten „schlechten“ Gott erschaffen worden. Jesus wird meist als Sohn des guten, eigentlichen Gottes gesehen. Von manchen wird er als Christus gesehen, andere tun dies nicht. Das Alte Testament wird meist verworfen als Buch des Demiurgen! Die Gnosis war jedoch keine einheitliche Strömung, sondern setzte sich aus Dutzenden verschiedenen Versatzstücken zusammen. – Was das frühe Christentum aber bestimmt NICHT war, ist eine gnostische Religion! Es gibt im Neuen Testament manche Anklänge (Johannes-Evangelium!), aber da wurden eher die Begriffe der Gnosis genommen und „getauft“, in das eigene jüdisch-christliche Lehrgebäude eingebaut.
