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Sonntag, 22. Januar 2012

Personalmangel macht kreativ

Probleme in der Katholischen Kirche - zuviele Aussteiger, zu wenig Nachwuchs in der Ausbildung.
Da macht Not erfinderisch und lässt schon einmal über Regeln und Dogmen hinwegsehen...



Fühlt sich an wie ein Bischof - ist aber keiner. Eine katholische Akrobatik

Wolfgang Bergmann, Der Standart.at 


Achtung: In der weiten Welt der katholischen Kirche laufen auch Phantombischöfe herum. Sie sehen aus wie Bischöfe - sind aber keine. Trotzdem werden sie vom Papst in den Bischofshäusern geduldet und dürfen das Bett mit ihren Ehefrauen teilen.

Wie geht denn das? Ich muss ausholen:
Die Verteidiger der aktuellen Kirchenstruktur verwenden gerne den berühmten Sportvereins-Vergleich. In der katholischen Kirche werde eben Fußball gespielt, wer sich für Ping-Pong interessiert, möge den Verein wechseln. So leicht lassen sich die Sportarten aber selbst von den Bewahrern nicht auseinander halten. Die strengen römischen Kirchenverantwortlichen sind nämlich in speziellen Situationen bereit, die Statuten zu beugen. Meist dann, wenn es um die Ausweitung des Einflussbereiches geht.

Dienstag, 17. Januar 2012

Protest im Vatikan

Newsmeldung:

"Empörte" marschieren auf Petersplatz
Polizei beendet Vatikan-Protest gewaltsam
 

zuletzt aktualisiert: 14.01.2012 - 20:54
Rom (RPO). Die italienische Polizei hat am Samstag einen Protest von rund 50 sogenannten Indignados ("Empörten") auf dem Petersplatz beendet. Nach einer etwa dreistündigen Demonstration wurde der Platz gewaltsam geräumt.
Die Polizei hat eine Demonstration der "Indignados" gegen den Vatikan gewaltsam aufgelöst.
Dabei setzten die Sicherheitskräfte auch Schlagstöcke ein, mehrere junge Leute wurden an Händen und Füßen weggetragen, wie die Nachrichtenagentur I.Media berichtete. Drei Demonstranten wurden festgenommen.

Die mehrheitlich aus Spanien und Frankreich stammenden Demonstranten hatten gegen den "Reichtum" des Vatikans und die "Macht des Papstes" demonstriert. Sie riefen Slogans wie "Korrupte Kirche", "Krimineller Papst" und "Vatikan, zahl Deine Steuern wie alle anderen auch".

Die kleinen Sünden im Vatikan

Der Vatikan - oberste Schaltstelle der katholischen Kirche. Doch nach eigenem Ermessen weit mehr als das: Vertreter und Sprachrohr GOTTES auf Erden. Unfehlbare und (angeblich) Einzige Leitstelle für absolute Wahrheiten und gottgefälliges Verhalten!

Dementsprechend auch die Richtlinien, die regelmäßig von dort zu hören sind.
Kondomverbot, kein Sex vor der Ehe, Fastenregeln, Enthaltsamkeit, Moral.
Dass jedoch der Vatikan selbst nicht an seine Weisungen bzw deren Wichtigkeit zu glauben scheint, das beweist wieder einmal der folgende Artikel:

Schönborns "perfekte Sklavin"

oder: warum christlich geführte Verlage keine Pornos verkaufen sollten.

Mädchenangst im Vatikan

genutzt von der standart.at
alle Rechte dort



Von der 2.000jährigen Feminaphobie der Kirchen

"Im außerordentlichen Messritus der katholischen Kirche können keine weiblichen Messdiener eingesetzt werden", berichtete durch das Sommerloch weitgehend unbeachtet, die deutschsprachige Ausgabe von L'Osservatore Romano (Nr 24/2011). Vier Jahre nachdem der derzeitige Papst die vorkonziliare Messe wieder - eben als außerordentlichen Ritus - zugelassen hat, versuchen nun vatikanische Behörden das Reformrädchen noch weiter zurück zu drehen.

Lapidare Begründung: Weil 1962, als dieser Ritus der allgemein gebräuchliche war, noch keine Ministrantinnen erlaubt waren, so sind sie auch jetzt ausgeschlossen. Damit wird nebenbei in Erinnerung gerufen, dass sich Rom erst 1996 durchrang, auch Mädchen Brot und Wein zum Altar tragen zu lassen.

Sonntag, 20. November 2011

Aktuell: der Papst in Benin

Kirche offensiv gegenüber Islam und Voodoo - keine Aussagen zu Kondomen


Der letzte Auslandsbesuch 2011 führte den Papst nach Benin, Wiege des Voodoo. Das Wochenende in dem westafrikanischen Land war auch ein Zeichen für den Willen der Kirche, Afrika weiter zu evangelisieren - gegen die Macht der Stammesriten und den sich ausbreitenden Islam.

Kapstadt/Cotonou (dpa) - Als Papst Benedikt XVI. am Samstag das wichtigste Dokument der Gegenwart für die weitere Evangelisierung Afrikas unterzeichnete, waren die Anhänger und Priester des Voodoo nicht weit. Keine 40 Meter entfernt von der Basilika Mariä Empfängnis in der Hafenstadt Quidah hatten sich Dutzende Männer und Frauen in festlich-weißen Gewändern und mit bunten Ketten behangen versammelt. Schweigsam und ernst standen sie am Rande der fröhlichen, oft jubelnden Menge der Gläubigen vor der Kirche, als das Kirchenoberhaupt eintraf.

Die Anhänger der traditionellen afrikanischen Stammes-Religionen aber hatte Benedikt XVI. bei seiner 22. Auslandsreise durchaus im Blick. Denn ein erklärtes Ziel seines Besuchs in Benin war es, die Evangelisierung Afrikas weiter voranzubringen. Das bedeutet auch, sich gegen eine Renaissance der Zauberkulte und die weitere Ausbreitung des Islam zu stemmen. Beide Phänomene finden sich keineswegs nur in Benin, sondern in den meisten Staaten Afrikas.